Unter dem Motto: „Pflanz einen Baum mit uns“ traf sich wieder einmal der Verein Pfungstadt lebenswert e.V. mit tatkräftigen Baum-Spender:innen und Interessierten am vergangenen Samstag, dem 28. März im Eschollbrücker Wald. Unter der fachlichen Anleitung des städtischen Forstwirts Oliver Mihaly und seinen Mitarbeitern sollten gemeinsam mehr als 600 Jungbäume (Eiche, Hainbuche, Elsbeere, Wildapfel, Weißtanne und diverse Sträucher) eingepflanzt werden.
Pflanzlöcher und die Jungbäume waren für die Pflanzung an den Tagen zuvor schon hergerichtet worden. Zur Vorbereitung gehörte auch die Verteilung von Pflanzstöcken und Verbissschutz an den vielen „Pflanzinseln“. Nach einer kurzen Einleitung zur Pflanztiefe, Verdichtung der Pflanzgrube und Anbringung des Schutzes stürzten sich die mehr als 40 freiwilligen Forstarbeiter:innen in die Arbeit. Innerhalb von gut 4 Stunden war das Werk fast getan, die Jungbäume zur Erneuerung des Waldes gesetzt und zum Teil mit Verbissschutz versehen.
Die jungen und alten Baumpflanzer:innen waren, trotz niedriger Temperaturen und Graupelschauer, guter Dinge und offensichtlich sehr zufrieden mit ihrem Werk. Auch Forstmeister Oliver Mihaly
freute sich sehr über die gelungene Aktion unseres Vereins und kündigte für Eschollbrücken auch Ersatz für Ausfälle der früheren Pflanzungen an. Darüber hinaus berichtete er von den umfangreichen
Anpflanzungen im Bereich der Klingsackertanne, die u.a. durch Ausgleichsmaßnahmen der Deutschen Bahn zur ICE-Neubaustrecke finanziert werden. Hierzu wird es im Laufe des Frühlings Info-Angebote
geben, über die der Verein noch informiert.
Wer noch weitere Bäume spenden will, meldet sich bitte per E-Mail bei [email protected] oder telefonisch bei Udo Stoye unter 0176 / 403 78 584. Die Kosten für einen Baum inkl.
erster Pflege betragen 10 €.
Am Samstag, 02.04.2022 trafen sich knapp 30 wetterunempfindliche Bürgerinnen und Bürger bei leichtem Schneefall am Friedhof in Eschollbrücken. Grund war eine Wald-Pflanzaktion im angrenzenden Eschollbrücker Wald.
Nach einigen einführenden begrüßenden Worten ging es direkt an die vorbereiteten Pflanzplätze. Vor Ort gab es die Erklärungen, was gepflanzt werden sollte. Worte des Dankes gingen dabei an die “Stiftung Deutscher Wald“ und den Verein “Pfungstadt-lebenswert e.V.”, die einen großen Anteil der Anpflanzung gesponsort haben.
Mitten im Wald stehend, war das ganz Dilemma deutlich sichtbar. Rundum große Lücken im Bestand, gesäumt von absterbenden und toten Kiefern. Jedoch waren in den Lichtungen in sicheren Bereichen Pflanzplätze vorbereitet. Sie werden die Keimzellen des neuen Eschollbrücker Waldes sein.
Jeweils acht bis zehn mit einer speziellen Maschine gebohrte Löcher warteten auf die vorbereiteten Jungbäume. Da allseits erkennbar ist, dass die Nadelbäume keine Zukunft mehr unter den veränderten klimatischen Bedingungen haben, wurden bei dieser Aktion nur Laubbäume gepflanzt.
Unterschiedliche Bäume wie Eichen, Buchen, Wildkirschen, Elsbeeren und andere sollen den Wald wieder grün werden lassen. Durch die vielen unterschiedlichen Arten ergibt sich zudem ein größeres Nahrungsangebot für verschiedene Insekten und Vögel. Nach einer Erklärung des Revierleiters Oliver Mihaly zur Vorgehensweise wurde die große Gruppe in mehrere Arbeitsgruppen geteilt und unter Anleitung erfahrener Waldarbeiter begann die Arbeit.
Wie im Flug verging die Zeit. Kalte Hände und Füße wurden gar nicht beachtet. In nur zwei Stunden konnten von den Anwesenden rund 300 Newcomer der nächsten Waldgeneration gepflanzt werden.
Leider wird es etliche Jahre dauern, bis erkennbar wird, ob diese Aktion erfolgreich war. Dazu bedarf es in den nächsten drei Jahren weiterer Pflege und in trockenen Sommern auch mal einen zusätzlichen Wasserguss aus dem fahrbaren Beregnungsfass.
Insgesamt war diese Aktion ein Teil der großen Herausforderungen an unsere Waldverantwortlichen. Nach dem vorgestellten Verfahren und auf die gleiche Art
werden in den nächsten Wochen insgesamt 4500 Setzlinge ihren Platz im Boden bekommen.
Wie dazu Herr Zabel, Geschäftsführer der Forst-Taunus-GmbH und seit Januar neuer Waldwirtschaftspartner der Stadt Pfungstadt, erläuterte, gibt es bei diesem
Verfahren nachweislich deutlich geringere Verluste, als bei den in der Vergangenheit praktizierten Vorgehensweisen.
Hinzu kommt, dass auf diese Weise mit einer vergleichbaren Zahl von Setzlingen eine erheblich größere Fläche regeneriert werden kann. Er kann dabei auf mehrjährige Erfahrungen aus anderen Waldrevieren, die seine Firma betreut, zurückgreifen. Alle zusammen waren der Meinung, dass die Aktion Spaß gemacht hat, sinnvoll war und bitte bald eine Neuauflage erfahren soll.
Weitere Informationen zum Waldbaukonzept finden Sie hier
Siehe auch "Unser Beitrag zur Rettung des Waldes" hier
