Wollen wir das: Pfungstadt mit Lärm?

Wer wohnt schon gern an einer ICE- und Güterzug-Trasse?

Lärm – von Straßen-, Schienen,- Luftfahrzeugen – geht auf die Nerven und macht krank, verursacht z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese Minderung der Lebensqualität wollen wir nicht länger hinnehmen. Ein ungebremster Ausbau der Autobahn (A67) und der Raststätten Pfungstadt West und Ost, die Vergrößerung des Flughafens Frankfurt und nun der Bau einer ICE- und Güterzug-Trasse direkt vor unseren Haustüren ist aus unserer Sicht ohne entsprechende Schutzmaßnahmen für die Menschen nicht akzeptierbar. Deutschland hat die Vorgaben der EU-Umgebungslärmrichtlinie national im Bundes-Immissionsschutzgesetz verankert. In der Umsetzung sollen Lärmkartierungen und Lärmaktionspläne u. a. durch Geräuschgrenzwerte, Tempolimits, leisere Fahrbahnbeläge, Sanierung von Straßen und Schienen sowie Förderprogramme für Schallschutzwände zur Lärmreduktion beitragen. Dies fordern wir nun auch für Pfungstadt, damit unsere Stadt lebenswert bleiben kann.

Wir haben schon jetzt einen erhöhten Lärm durch ...

Fluglärm

"Mit Terminal 3 wird der Frankfurter Flughafen zusätzliche 20 Millionen Passagiere abfertigen können. Ausgelegt wäre der Flughafen dann auf 700.000 Flugzeugstarts und -landungen jährlich, ein Plus von 40 Prozent."*

*(Quelle: hessenschau.de)

Autobahnausbau

"Die A67 hat heute schon Verkehrsstärken von bis zu 70.500 Kfz/24 h und 9.900 Schwer-verkehr/24 h."* Mit einer Erweiterung von 4 auf 6 Fahrstreifen und dem Ausbau der Raststätte wird sich jedoch der Lärm weiter erhöhen.

*(Quelle: bvwp-projekte.de)

LKW-Schwerverkehr

Während die gesamte Gemeinde Pfungstadt unter zunehmendem Autobahnlärm zu leiden haben wird, werden die Menschen im Stadtteil Eschollbrücken zusätzlich durch ein erhöhtes Schwertransportaufkommen des Kies- und Waschwerks belastet.


Wofür engagieren wir uns?

Wir setzen uns für eine umweltverträgliche Planung des Abschnitts der Neubaustrecke für den ICE- und Güterverkehr Mannheim-Frankfurt bei Pfungstadt ein, die aktuell nur eine halbe Troglage bei Pfungstadt vorsieht. Neben der weiteren nicht akzeptablen Zunahme der Lärmbelästigung befürchten wir zudem, dass der Eschollbrücker Wald durch die geplanten Maßnahmen (BAB- und ICE-Ausbau) verkleinert wird und damit seine Funktion (Regeneration, Mensch und Tier) als Wald verliert. "Die Aussichten für den Eschollbrücker Wald sind eh schon sehr düster, da er durch Trockenheit und Schadinsekten in rasantem Tempo stirbt!"* Hierzu bitten wir um das Engagement von jedem Einzelnen: Umweltverbände, Vereine, Bürgerinitiativen und engagierte Bürger:innen.

*(Quelle: echo-online.de)

Ebenfalls betonen wir, dass wir gemeinsam mit der Politik im Dialog eine Lösung finden möchten, und lassen uns gerne über neue Erkenntnisse informieren. Über Presseberichte lässt sich erkennen, dass auch die Parteien eine Lösung mit Lärmschutz fordern:

 Umso mehr müssen wir gemeinsam aktiv werden!

Eine akzeptable Lösung wäre eine Tunnellösung / Einhausung

Wo die neue Bahnstrecke Frankfurt-Mannheim durch die Gemarkung Pfungstadt nicht im Tunnel verläuft, wird die schon jetzt nicht mehr tragbare Lärmbelastung weiter zunehmen. Zudem wird der Eschollbrücker Wald zusätzlich geschwächt werden. Deshalb wäre z.B. ein gangbarer Weg eine Tunnellösung der Bahnstrecke an den Pfungstädter Wohngebieten.

Die Neubaustrecke reicht in der aktuellen Planung bis auf ca. 200 m an Wohngebäude heran und kann ohne Lärmschutzmaßnahmen unmöglich akzeptiert werden (mit Messung Google Maps).

Auf der Karte sind die halbe Troglage in Orange gekennzeichnet.

Quelle Photo: https://www.frankfurt-mannheim.de/pfungstadt.html 2022-01-22 12:19 Uhr


Weitere Informationen zur Informationsveranstaltung der deutschen Bahn finden Sie hier.

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Photo Banner2 und Photo 5: 1elf12 Autobahn-Impressionen - gewischt via photopin (license)
Photo Banner3 und Photo 4: Southsea_Matt G-XLEC, London Heathrow, November 12th 2013 via photopin (license)

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